Hot Hand im Beachvolleyball: Gibt es sie wirklich?
(Hot hand in beach volleyball: does it really exist?)
Im Beachvolleyball ist die Wahl, welchen gegnerischen Spieler man im Aufschlag anspielt entscheident, da das angreifende Team in Vorteil ist. Durch Analysen der Verteilungsstrategien auf Basis des Hot-Hand-Glaubens, das heißt des Glaubens, dass eine Erfolgsserie eines Spielers sich fortsetzt, wurde die Theorie zu Sequenzentscheidungen in mehreren Studien getestet. Untersucht wurde konkret, ob Spieler und Trainer des deutschen Beachvolleyball-Nationalkaders an die Hot Hand glauben und inwiefern dieser Glaube die Aufschlagentscheidungen der Spieler beeinflusst. Studie 1 zeigte, dass die Nationaltrainer an die Hot Hand glauben. In einem Experiment mit den Kaderspielern zeigte Studie 2A, dass Unterschiede in den Basisraten gut erkannt, jedoch Veränderungen in den Basisraten nicht wahrgenommen wurden. Studie 2B fand heraus, dass die Hot Hand als wichtig angesehen wird, aber die Veränderung von Basisraten eines Spielers über einen Wettkampf selten erkannt wird. Wir schließen daraus, dass Trainer und Spieler der Sequenzentscheidungs-Theorie folgen und an die Hot Hand glauben, jedoch kein gemeinsames Verständnis darüber haben, wie sie darauf reagieren können beziehungsweise sollten. Aus einem spezifischen Fall im Beachvolleyball leiten wir Prinzipien ab, wie mit sequenziellen Entscheidungen in der Sportpraxis umzugehen ist.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | sport games |
| Tagging: | Aufschlag |
| Published in: | Leistungssport |
| Language: | German |
| Published: |
2025
|
| Volume: | 55 |
| Issue: | 4 |
| Pages: | 30-35 |
| Document types: | article |
| Level: | advanced |