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Bottom-Up-Perspektive auf Führung im Sport: Eine Untersuchung der Anforderungen von Athleten an die Kompetenzen ihrer Trainer

Ziel dieser Studie war es, die Bottom-up-Perspektive von Leistungssportlern in Bezug auf ihre Kompetenzanforderungen an ihre Trainer zu untersuchen. Leistungssportler (n = 138) von der regionalen bis zur Nationalmannschaftsebene (in Einzel- und Mannschaftssportarten) bewerteten in einem Fragebogen ihre eigenen Anforderungen, Wünsche und Wahrnehmungen an das Führungsverhalten und die Kompetenzen ihrer Trainer. Die quantitativ erhobenen Daten wurden mit SPSS 28 und AMOS 28 analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass es moderate Korrelationen zwischen bestimmten Führungskompetenzen der Trainer und dem Engagement der Athleten gibt und dass das "Knowing-Being-Doing" der Trainer für ihre Akzeptanz bei den Athleten hochrelevant ist. Das "Sein" (Bein) erwies sich dabei als der signifikant dominante Faktor. Außerdem zeigte sich, dass die ganzheitliche Persönlichkeit des Trainers - insbesondere sein Charakter, seine innere Haltung und die Art, wie er als Person auftritt - entscheidend für seine Akzeptanz bei den Sportlern ist. Überdies zeigen die Daten, dass manche Führungsinstrumente einerseits angepasst werden sollten, aber andererseits auch limitiert sind beziehungsweise substituiert werden können. Insgesamt ermöglichen die Ergebnisse einige praktische Implikationen für die Kompetenzentwicklung von Sporttrainern.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften
Tagging:Führungsverhalten Wissen Kompetenz
Veröffentlicht in:Leistungssport
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2025
Jahrgang:55
Heft:6
Seiten:10-15
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch