Der Leistungssportler als Kleinunternehmer
Verf. stellt das soziooekonomische Verhaeltnis von Sport und Arbeit in seiner historischen Perspektive seit der Industriellen Revolution in Europa und den USA dar. Dabei wird gezeigt, dass Sport selbstbestimmte, schoepferische Arbeit ist und der Sportler, so lange er in kein Abhaengigkeitsverhaeltnis von seinem Sport geraet, Eigentuemer seiner Produktionsmittel ist. Als Fremdbestimmtheit kann dabei nicht der Rationalitaet, Oekonomie und Wirtschaftlichkei immaneute Sachzwang gelten. Daher werden Parallelen zwischen Sportlern und Kleinunternehmern gezogen. Dem Leistungssport kommt somit in einer Zeit, da er mit erheblich mehr Publizitaet verbunden ist als kuenstlerisches Schaffen, besonders auch aufgrund seiner objektiv messbaren rangerzeugenden Leistungen, eine gesellschaftlich emanzipatorische Bedeutung zu, da er breitesten Kreisen der Bevoelkerung die Moeglichkeiten von unternehmerischer Eigeninitiative vor Augen fuehrt. Damit hat der Leistungssport einen systemveraendernden, humanisierenden Charakter, der natuerlich weiter letztlich systemstabilisierend wirkt. Verf.-Referat
© Copyright 1972 Leistungssport. Philippka Sportverlag. Veröffentlicht von Limpert Verlag GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
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| Notationen: | Sozial- und Geisteswissenschaften |
| Veröffentlicht in: | Leistungssport |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Frankfurt/Main
Limpert Verlag GmbH
1972
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| Ausgabe: | 2(1972)3, S. 211-216 |
| Online-Zugang: | https://open-archive.sport-iat.de/ls/1972_3_211-216_Krueger.pdf |
| Jahrgang: | 2 |
| Heft: | 3 |
| Seiten: | 211-216 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |