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Leistungsdruck und Fair play - Zum Widerspruch zwischen dem Postulat der Fairness und dem Erfolgsbedürfnis des professionalisierten Leistungssportlers

Verf. geht davon aus, dass das in der Sporttheorie so haeufig geforderte Ideal der Fairness nicht von jedem aktiven Sportler zu erwarten ist. Zumindest professionalisierte Leistungssportler geraten wegen ihrer materiellen Abhaengigkeit von den ihre Existenz sichernden Organisationen und Institutionen in einen Erfolgszwang, der ihnen in der konkreten Situation keine andere Moeglichkeit laesst, als den Erfolg auch mit unfairen Mitteln zu suchen. Dabei wird Fairness ganz im Sinne der Sporttheorie nicht nur als regelgerechtes Verhalten im Wettkampf verstanden, sondern u.a. als Kameradschaft, Ritterlichkeit etc. definiert. Zur sozio-oekonomischen gesellt sich auch die sozio-kulturelle Dimension der Abhaengigkeit. Demnach wird der Leistungssportler das Ende seiner Karriere so lange hinauszoegern, als er als identifikationswuerdig praesentiert wird und angesehen werden kann. Verf.-Referat
© Copyright 1974 Leistungssport. Philippka Sportverlag. Veröffentlicht von Limpert Verlag GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften Theorie und gesellschaftliche Grundlagen
Veröffentlicht in:Leistungssport
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Frankfurt/Main Limpert Verlag GmbH 1974
Ausgabe:4(1974)6, S. 491-496
Online-Zugang:https://open-archive.sport-iat.de/ls/1974_6_491-496_Ulrich.pdf
Jahrgang:4
Heft:6
Seiten:491-496
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch