2002319

Die Psychologie der Schiedsrichtersituation und ihre Bedeutung für Spieler, Zuschauer und Trainer

Schiedsrichterleistungen werden haeufig individualpsychologisch interpretiert,als Leistungen bzw. Fehlleistungen einer Einzelperson. Verf. arbeitet den strukturellen Aspekt der Schiedsrichterfunktion heraus; innerhalb eines dynamischen Geschehens uebt der Schiedsrichter eine neutrale Regulationsaufgabe aus und ist deshalb verstaerkt den selektiven Wahrnehmungen und Emotionen der Spieler und Zuschauer ausgeliefert. Verschiedene Moeglichkeiten eines Kreuzfeuers gegensinniger Erlebniszentrierungen werden am Beispiel von Fussball, Basketball, Feldhockey und Eishockey erwaehnt. Weitere Momente, die das Verhaeltnis prekaer gestalten: Perfektionsansprueche gegenueber dem Schiedsrichter als Sachwalter der Fair-Play-Moral; Uebertragungsphaenomene; Probleme der Triebkontrolle, des Selbstwertgefuehls in Entsprechung zu Grundsituationen derPersoenlichkeitsentwicklung. Fuer den Betreuer ist die Einsicht wichtig, dass sichhinter den Auseinandersetzungen von Spielern mit dem Schiedsrichter haeufig generelle psychische Probleme verbergen, die leztlich leistungshemmend sind. Rittner
© Copyright 1977 Leistungssport. Philippka Sportverlag. Veröffentlicht von Bartels & Wernitz. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften
Veröffentlicht in:Leistungssport
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Berlin Bartels & Wernitz 1977
Ausgabe:7(1977)6, S. 455-466
Online-Zugang:https://open-archive.sport-iat.de/ls/1977_6_455-466_Heisterkamp.pdf
Jahrgang:7
Heft:6
Seiten:455-466
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch